Wenn deine Katze nicht frisst, ist das immer ein Alarmsignal. Katzen können — anders als Hunde — schon nach 24–48 Stunden ohne Futter eine lebensbedrohliche Fettleber (hepatische Lipidose) entwickeln. Hier die wichtigsten Ursachen und was du tun solltest.
Häufigste Ursachen
1. Stress & Veränderung
Katzen sind Gewohnheitstiere. Umzug, neues Familienmitglied, neues Futter oder sogar ein neuer Napf können Futterverweigerung auslösen. Meist normalisiert sich das nach 1–2 Tagen.
2. Zahnprobleme
FORL (Feline Odontoklastische Resorptive Läsionen) betrifft über 50% aller Katzen ab 5 Jahren. Die Katze will fressen, kann aber nicht. Typische Zeichen: Kopfschiefhaltung beim Kauen, Speicheln, nur eine Seite nutzen.
3. Magen-Darm-Probleme
Haarballen, Fremdkörper, Gastritis oder Parasiten. Begleitende Symptome: Erbrechen, Durchfall, aufgeblähter Bauch.
4. Infektionskrankheiten
Katzenschnupfen, FIP, FIV — oft begleitet von Fieber, Lethargie, Nasenausfluss. Fieber erkennst du an heißen Ohren und trockener Nase.
5. Nieren-/Lebererkrankungen
Besonders bei älteren Katzen (ab 8 Jahren). Chronische Niereninsuffizienz ist die häufigste Todesursache bei Katzen. Begleitend: viel Trinken, Gewichtsverlust.
Wann zum Tierarzt?
- Sofort wenn die Katze länger als 24 Stunden nichts frisst
- Sofort bei zusätzlichen Symptomen (Erbrechen, Durchfall, Lethargie, Fieber)
- Sofort bei Kitten oder älteren Katzen — hier ist das Risiko höher
- Innerhalb von 48h wenn die Katze zwar trinkt, aber nicht frisst
Was du sofort tun kannst
- Futter leicht erwärmen (Geruch wird intensiver)
- Anderes Futter anbieten (Nassfutter statt Trockenfutter)
- Stressquellen identifizieren und entfernen
- Wasser separat vom Futter anbieten
- Fressverhalten dokumentieren — wann, wie viel, was
Fressverhalten tracken
Mit dem PawCare Futter-Tracker dokumentierst du täglich was und wie viel deine Katze frisst. Bei Veränderungen wirst du automatisch benachrichtigt. Der KI-Assistent kann Muster erkennen und dir sagen, ob ein Tierarztbesuch sinnvoll ist.