Der Tag, an dem dein Welpe einzieht, ist einer der schönsten – und gleichzeitig einer der überforderndsten. Plötzlich bist du verantwortlich für ein kleines Lebewesen, das gerade seine Mutter, seine Geschwister und alles Vertraute verloren hat. Und du hast tausend Fragen: Wie gewöhne ich ihn richtig ein? Wann muss er zum Tierarzt? Nimmt er genug zu? Frisst er zu wenig? Ist das normal?
Die gute Nachricht: Fast jede dieser Fragen lässt sich beantworten, wenn du weißt, worauf du achten musst. Dieser Artikel begleitet dich durch die ersten Wochen mit Welpe – von der Eingewöhnung über den Impfplan bis zur Gewichtsentwicklung.
Die ersten Tage: Eingewöhnung mit Geduld
Dein Welpe hat gerade alles verloren, was ihm bisher Sicherheit gegeben hat. Rechne damit, dass die Eingewöhnung nicht an einem Wochenende erledigt ist – im Schnitt dauert es sechs bis acht Wochen, bis sich ein Welpe wirklich zuhause fühlt.
Drei Dinge, die wirklich helfen
Vertrauter Geruch aus dem Wurf
Frag den Züchter nach einer Decke oder einem Tuch, das nach Mutter und Wurfgeschwistern riecht. In den ersten Nächten wirkt das oft beruhigender als jedes Spielzeug.
Eigener Rückzugsort
Eine Box oder Ecke, die nur dem Welpen gehört – und die du respektierst, auch wenn er sich mal versteckt.
Wenig Trubel in Woche 1
Keine große Familienfeier, kein Besucherstrom, keine stundenlangen Spaziergänge. Dein Welpe muss erst lernen, dass du und sein neues Zuhause sicher sind.
💛 Normal und kein Grund zur Sorge: Ein Welpe, der in der ersten Nacht weint, macht nichts falsch – er vermisst seine Familie. Das legt sich in aller Regel innerhalb weniger Tage.
Fütterung in den ersten Wochen
Grundregel: Erst mal nichts ändern
Erkundige dich beim Züchter genau, welches Futter der Welpe bisher bekommen hat und in welchem Rhythmus – und behalte das zunächst bei. Der Umzug ist für den kleinen Körper schon Stress genug. Eine gleichzeitige Futterumstellung kann zusätzlich auf den Magen schlagen.
In den ersten sechs Lebensmonaten brauchen Welpen deutlich häufigere Mahlzeiten als ausgewachsene Hunde. Üblich sind bis zu vier Portionen am Tag, da ihr kleiner Magen noch nicht viel auf einmal aufnehmen kann, ihr Energiebedarf für das Wachstum aber hoch ist.
Möchtest du das Futter später umstellen, mach das langsam über mehrere Tage: das neue Futter schrittweise untermischen, bis der Welpe ausschließlich das neue Futter bekommt.
Achtung: Falls dein Welpe wiederholt schlecht frisst, sich erbricht oder Durchfall hat, solltest du das nicht einfach aussitzen. Ein Symptom-Tagebuch mit Datum, Beschreibung und Foto hilft dir und dem Tierarzt, ein Muster zu erkennen.
Der Impfplan nach StIKo Vet
Die Grundimmunisierung ist einer der Punkte, bei denen es wirklich auf Timing ankommt: Zu früh geimpft, wirkt die Impfung gegen mütterliche Antikörper; zu spät, und dein Welpe ist eine Zeit lang ungeschützt. Nach den aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) sieht der Ablauf so aus:
6.–8. Lebenswoche
Staupe, Parvo, HCC, Leptospirose – erste Grundimmunisierung. Ggf. auch Zwingerhusten.
10.–12. Lebenswoche
Wiederholung der Grundimmunisierung + ggf. Tollwut (besonders bei Auslandsreisen wichtig).
14.–16. Lebenswoche – wichtigster Termin
Dritte Impfung, jetzt sind die mütterlichen Antikörper abgebaut. Diese Dosis darf nicht fehlen.
ca. 15 Monate
Erste Auffrischung – Abschluss der vollständigen Grundimmunisierung.
Danach: Regelmäßige Auffrischungen
Leptospirose jährlich · Staupe, Parvo, HCC alle 3 Jahre (je nach Impfstoff)
💡 Das ist ein allgemeiner Rahmen – dein Tierarzt legt den genauen Plan individuell fest, abhängig von Rasse, Gesundheitszustand und Lebensumständen. Gerade bei drei bis vier Terminen innerhalb weniger Wochen verliert man leicht den Überblick – ein digitaler Impf-Manager mit Erinnerungsfunktion nimmt dir diese Merkarbeit ab.
Gewichtsentwicklung: Verlauf schlägt Absolutwert
Wie stark ein Welpe zunimmt, hängt extrem von der Rasse ab – ein 500-Gramm-Chihuahua-Welpe und ein 2,5-Kilo-Berner-Sennenhund-Welpe können am selben Tag geboren sein. Absolute Zahlen sagen also wenig. Entscheidend ist der Verlauf.
Wöchentlich
Erste 8 Lebenswochen
Alle 2 Wochen
Bis zum 6. Monat
Monatlich
Bis Wachstum abgeschlossen
Kleine Abweichungen von rund 5 Prozent nach oben oder unten von der rassetypischen Wachstumskurve gelten als normal. Liegt dein Welpe deutlich über der Kurve, kann das auf zu viel Futter hindeuten; liegt er deutlich darunter oder verliert sogar an Gewicht, ist das ein Grund, zeitnah beim Tierarzt vorstellig zu werden.
Tägliches Wiegen ist nicht nötig – es erzeugt eher Stress, ohne zusätzliche Erkenntnisse zu bringen. Wichtig ist der Trend über Wochen, nicht die Tagesschwankung.
Wann du wirklich zum Tierarzt solltest
Ein Welpe kann nicht sagen, dass ihm etwas fehlt – umso wichtiger ist es, auf Veränderungen zu achten:
Alarmsignale – zeitnah zum Tierarzt:
Im Zweifel gilt: lieber einmal zu viel nachfragen als einmal zu wenig. Gerade nachts und am Wochenende hilft eine Notfallkarte mit der nächsten erreichbaren Tierarzt-Hotline.
Wie PawCare dich durch die ersten Wochen begleitet
Die ersten Wochen mit Welpe sind emotional wunderschön und gleichzeitig voller Merkzettel. Genau dafür gibt es PawCare – die kostenlose digitale Gesundheitsakte für dein Tier:
💉 Impf-Manager
Erinnert dich rechtzeitig an jeden Termin der Grundimmunisierung – kein Termin geht mehr vergessen.
⚖️ Gewichtsverlauf
Zeigt auf einen Blick, ob dein Welpe im normalen Rahmen wächst – mit visuellem Kurvendiagramm.
🍽️ Futter-Tracker
Dokumentiert Fütterungszeiten und Mengen – praktisch, wenn mehrere Personen im Haushalt füttern.
📓 Beschwerde-Tagebuch
Hält Symptome und Fotos fest – so hat der Tierarzt beim nächsten Besuch sofort alle Infos.
🤖 KI-Assistent
Kennt die komplette Krankenakte deines Welpen und gibt eine erste fundierte Einschätzung.
🆘 Notfallkarte
Mit der deutschlandweiten Tierarzt-Notruf-Hotline – auch offline verfügbar.
Kostenlos starten – keine Kreditkarte, kein Abo, DSGVO-konform
Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Auffälligkeiten deines Welpen wende dich bitte direkt an deinen Tierarzt.