BARF (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter) ist die Fütterung mit rohem Fleisch, Knochen, Gemüse und Zusätzen. Richtig gemacht ist es eine ausgezeichnete Ernährungsform — falsch gemacht kann es zu Mangelerscheinungen führen.
Grundzusammensetzung
Die klassische BARF-Aufteilung für einen erwachsenen Hund:
| Komponente | Anteil | Beispiele |
|---|---|---|
| Muskelfleisch | 50% | Rind, Huhn, Lamm, Wild |
| Pansen/Blättermagen | 15% | Grüner Pansen (nicht gewaschen) |
| Rohe fleischige Knochen (RFK) | 15% | Hühnerhälse, Kalbsrippen, Entenhälse |
| Gemüse/Obst | 15% | Karotte, Zucchini, Apfel (püriert!) |
| Innereien | 5% | Leber, Niere, Herz, Milz |
Wie viel füttern?
Faustregel: 2–3% des Körpergewichts pro Tag.
| Gewicht Hund | Futtermenge/Tag |
|---|---|
| 5 kg | 100–150 g |
| 10 kg | 200–300 g |
| 20 kg | 400–600 g |
| 30 kg | 600–900 g |
| 40 kg | 800–1.200 g |
Aktive Hunde eher 3%, Couch-Potatoes eher 2%. Welpen brauchen 4–6% ihres Körpergewichts.
Wichtige Zusätze
- Lachsöl: 1 TL pro 10 kg — Omega-3-Fettsäuren
- Seealgenmehl: 1/4 TL pro 10 kg — Jod + Mineralien
- Lebertran: Vitamin D (besonders im Winter)
- Ei: 2–3× pro Woche ein rohes Ei mit Schale (Kalzium)
Häufige Fehler
- Nur Muskelfleisch: Ohne Innereien und Knochen fehlen Kalzium, Vitamin A und Spurenelemente
- Gemüse nicht püriert: Hunde können ganze Stücke nicht verwerten — immer pürieren oder dünsten
- Schweinefleisch roh: Gefahr von Aujeszky-Virus — immer durcherhitzt oder ganz weglassen
- Kein Wechsel: Mindestens 3 verschiedene Fleischsorten pro Woche für ein breites Nährstoffprofil
Fütterung dokumentieren
Was hat dein Hund diese Woche gefressen? Mit dem PawCare Futter-Tracker dokumentierst du jede Mahlzeit, behältst die Zusammensetzung im Blick und kannst bei Unverträglichkeiten sofort nachvollziehen was dein Hund bekommen hat.